Auch dieses Jahr wird es die Gedenk- und Antifa-Demo für Silvio Meier geben. Vor 19 Jahren wurde der Hausbesetzer und Antifaschist Silvio Meier von Neonazis im Berliner Stadtteil Friedrichshain ermordet. Das Thema Neofaschismus ist immer noch hochaktuell und die Auseinandersetzung damit dringend notwendig: Nazis versuchen linke Hausprojekte anzuzünden und überfallen Menschen. Im Lichtenberger Weitlingkiez in der Lückstraße 58 existiert ein fester Treffpunkt des »Nationalen Widerstand Berlin«.
Liebe NPD,
dass ihr einen Dachschaden habt, wissen eh alle. Das aktuelle Statement eures Kameraden Enrico Gesche setzt dann noch einen drauf und lässt fragen, ob ihr auch manchmal Haue gerne habt:
… Es kann kein Fehler sein, zu Heimat, Volk und Vaterland zu stehen und dafür bestraft, verprügelt oder kriminalisiert zu werden!” (Enrico Gesche, von der NPD)
In der Nacht zu Montag, 27.06.2011, fanden mindestens fünf Brandanschläge auf linke Projekte in Berlin statt. Die Neonazis, die für diese Anschläge verantwortlich zu machen sind, nahmen dabei die Gefährdung von Menschenleben in Kauf. Da sie auch drei Wohnhäuser anzündeten, ist es nur dem Zufall zu verdanken, dass niemand ums Leben kam. Betroffen sind der Antifa-Laden »Red Stuff«, das Tommy-Weisbecker-Haus, das Bandito Rosso, das Tuntenhaus aus dem Prenzlauer Berg und das »Anton-Schmaus Haus« der Jugendorganisation Die Falken.
Die Brandanschläge auf Wohnhäuser in denen Menschen schlafen, müssen als Mordversuch verstanden werden. Alle angegriffenen Projekte wurden im Vorfeld auf Outinglisten des »Nationalen Widerstands Berlin« (NW) genannt. Die Anschläge fanden koordiniert statt, nachdem über ein Rundschreiben des NW Berlin, ein Startsignal gegeben wurde.
Wir werden diese Neonaziangriffe nicht unkommentiert stehen lassen. Gerade angesichts der mörderischen Qualität der neonazistischen Bedrohung ist ihre Bekämpfung notwendig. Deshalb wird es morgen Abend eine Demo zum Tommy-Haus geben.
Große Ereignisse werfen ihre Schatten vorraus - zum Teil humorristische: Das Projekt »BlockX & Dresden Allstars« tragen ihren Teil zur Mobilisierung nach Dresden bei und sagen »Nein Mann, ihr könnt hier nicht gehen!«
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